24. Oktober 2018

Ebenso wie bei dem Schwesterfonds – MS „Hammonia Caspium“ fordert der Insolvenzverwalter der MS „Hammonia Africum“ Schiffahrts GmbH & Co. KG einen Anteil der von 2001 bis 2010 gezahlten Ausschüttungen zurück. Ebenso wie bei dem Schwesterfonds legt der Insolvenzverwalter auch hier die Voraussetzungen eines Anspruchs aus § 172 Abs. 4 HGB nicht nachvollziehbar dar. Insbesondere ist dem Schreiben des Rechtsanwalts des Insolvenzverwalters nicht zu entnehmen, ob es sich überhaupt um gewinnunabhängige Entnahmen handelte und – falls ja – ob bzw. inwieweit deren Auszahlung zu einer Herabminderung der Einlage des jeweiligen Kommanditisten geführt hat. Zudem hat der Insolvenzverwalter mit Blick auf das bereits im Februar 2014 eröffnete Insolvenzverfahren schon seit mehr als drei Jahren Kenntnis von den nun erhobenen Ansprüchen, so dass bei Anwendbarkeit des § 199 Abs. 1 BGB die Einrede der Verjährung greift.

Bevor eine Zahlung des geforderten Betrags geleistet wird, die unwiderbringlich verloren wäre, sollten betroffene Anleger erwägen, einen Fachanwalt mit der Prüfung der Rechtmäßigkeit der Ansprüche des Insolvenzverwalters zu beauftragen. Die Kanzlei HELBING vertritt bereits mehrere Kommanditisten der MS „Hammonia Africum“ und der MS „Hammonia Caspium“.