17. Juli 2017

Schon im Jahr 2002 hatte unsere Mandantin, ein traditionsreiches Hamburger Unternehmen, die Deutsche Bank beauftragt, eine Gewährleistungs- und Erfüllungsgarantie zu stellen. Das Geschäft, das hiermit abgesichert werden sollte, die Lieferung und Errichtung einer Brauereianlage für alkoholisches und nicht-alkoholisches Bier in Syrien, kam nicht zur Durchführung. Dennoch weigerte sich die Deutsche Bank, die Sicherheit freizugeben, und belastete unsere Mandantin 15 Jahre lang mit einer Avalprovision.

Nach der Übernahme des Mandats forderte die Kanzlei HELBING die Deutsche Bank zunächst außergerichtlich auf, das Aval freizugeben. Da die Deutsche Bank dieser Aufforderung nicht nachkam, erhob Rechtsanwalt Helbing für seine Mandantin Klage mit dem Antrag, das Nichtbestehen von Ansprüchen aus dem Avalauftrag zu bestätigen. Darüber hinaus forderte er die dem Unternehmen in den vergangenen drei Jahren belasteten Avalprovisionen zurück. Mit am 7. Juni 2017 verkündetem Urteil folgte das Landgericht Hamburg den von der Kanzlei HELBING gestellten Anträgen vollen Umfangs. Die Deutsche Bank wurde zur Rückzahlung der Avalprovisionen verurteilt, zudem stellte das Landgericht Hamburg antragsgemäß fest, dass der Deutsche Bank AG keine Ansprüche aus dem Avalauftrag zustehen. Ferner hat die Deutsche Bank sämtliche Kosten des Rechtsstreits sowie die vorgerichtlichen Kosten der Kanzlei HELBING zu zahlen. Da die Deutsche Bank keine Berufung eingelegt hat, ist das Urteil rechtskräftig.